Lawinenabgang am Twärchamm: Verschütteter Skitourengeher wird gerettet

03.02.2017

Ein Lawinenabgang ausserhalb der markierten Pisten hat am 2. Februar 2017 im Pizolgebiet einen 43-jährigen Skitourengeher verschüttet. Die Schneebrett-Lawine ging unterhalb des Klettergartens Twärchamm ab. Der Verschüttete konnte geborgen und von der Rega ins Spital geflogen werden.

Der 43-Jährige Skitourengeher aus Deutschland war zusammen mit seiner Frau auf einer Skitour in Richtung Pizolsattel. Ihre Route führte bei Sturmwind mit Böen über 100 km/h ausserhalb der markierten Pisten von der Pizolhütte hinauf zum Twärchamm.

Skitourengeher ausserhalb der markierten Pisten von Lawine verschüttet

Aufgrund des schlechten Wetters und Problemen mit der Ausrüstung entschieden sich die beiden Skitourengeher zur Umkehr und traten den Rückweg zur Pizolhütte an. Dabei löste sich ausserhalb der markierten Pisten unterhalb des Klettergartens Twärchamm auf rund 2’300 m ü. M. eine Schneebrettlawine, die den 43-jährigen vollständig verschüttete. Seine Frau konnte vor Ort keinen Notruf absetzen und musste zur Pizolhütte, um die Rettungskräfte zu verständigen.

Sofort wurden Bergrettungs-Spezialisten eingeflogen, die allerdings wegen dem Sturmwind einen Teil der Strecke bis zum Verschütteten zu Fuss zurücklegen mussten. Die Bergrettungs-Spezialisten konnten den 43-jährigen Verschütteten orten und ihn aus der Lawine bergen. Er war ansprechbar und konnte von der Rega ins Spital geflogen werden. Gemäss Informationen der Kantonspolizei St.Gallen hat sich der Mann keine Verletzungen zugezogen.

Im Einsatz standen nebst dem Alpinkader der Kantonspolizei St.Gallen auch die Alpine Rettung Pizol, Mitarbeiter der Pizolbahnen, ein privates Helikopterunternehmen und die Rega.

Das Alpinkader der Kantonspolizei St.Gallen untersucht nun den genauen Unfallhergang. Noch ist unklar weshalb sich die Lawine gelöst hat.

«Generell aber gilt: Bei Skitouren ausserhalb der markierten Pisten sollte man unbedingt die Lawinenwarnstufen beachten», betont Pizolbahnen-CEO Klaus Nussbaumer. Zur Zeit des Lawinenabganges hatte das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF die «Warnstufe 3 – erhebliche Lawinengefahr» herausgegeben.

  • Lawine am Twärchamm